Stichwort
Willkommen, Gast
Alles, was mit Figuren zu tun hat

THEMA: Figurenblatt

Figurenblatt 04 Mär 2014 22:25 #115

  • Martin
  • Martins Avatar
  • OFFLINE
  • Steuermann
  • Beiträge: 1455
  • Dank erhalten: 17
In einem anderen Forum bin ich auf diese Character Chart, ein Figurenblatt gestoßen.

Ich finde die Idee hilfreich, weil es ja schließlich Figuren sind, die unsere Geschichten plastisch machen. Je besser man sie kennt, umso authentischer kann man sie leben lassen.

Andere wieder sagten, sie hätten die Figuren eh im Kopf, so etwas wäre überflüssiger technischer Schnickschnack.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Figurenblatt 09 Mär 2014 11:05 #124

  • Sheila
  • Sheilas Avatar
  • OFFLINE
  • Tja: schreibsüchtig
  • Ich will, ich kann!
  • Beiträge: 512
Bei mir funktioniert das nicht. Leider. Die Figuren *leben* quasi in meinem Kopf und sind im ständigen *Dialog* mit mir (hört sich etwas schizo an, ich weiß).

LG
Sheila
Liebe Grüße

Sheila
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Figurenblatt 09 Mär 2014 12:49 #127

  • Martin
  • Martins Avatar
  • OFFLINE
  • Steuermann
  • Beiträge: 1455
  • Dank erhalten: 17
Finde diese Art von shizo sehr praktisch. Außerdem beweist es - finde ich jedenfalls - dass es dir gut gelingt, deine Figuren von dir zu trennen.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Figurenblatt 10 Mär 2014 18:38 #140

  • Samanter
  • Samanters Avatar
  • OFFLINE
  • Schreibsuchtalarm
  • Beiträge: 382
Ihr seid beide einfach zum quieken. Sheila fühlt sich schizophren, weil ihre Figuren ihr ständig die Ohren zuquatschen und Martin meint, das wäre ein Zeichen, dass Sheila sich gut von ihren Figuren trennen kann. Ha ha ha ha ha!!!! Mir tut immer noch der Bauch vom Lachen weh.

Ich finde Figurenblätter sehr wichtig. Es ist natürlich ein Unterschied ob man einen Roman mit vielleicht 2 Hauptfiguren und nicht mehr als 5 Nebenfiguren schreibt, oder ob es ein Roman mit 5 Hauptfiguren und mehr als 5 Nebenfiguren sowie Randfiguren die nur ein oder zwei Mal auftauchen ist. Auch ist die länge der Geschichte ausschlaggebend. Bei kürzeren Geschichten kann man sich über die paar Tage die Charaktere vielleicht noch merken. Aber über Monate mit mehreren Pausen die durchaus auch einmal mehrere Wochen andauern können, ist das absolut unmöglich. Ich habe keinen Chip im Kopf und nein ... ich lebe nicht ständig mit meinem Figuren im Zwiegespräch. Wäre recht lästig z. Bsp. beim Essen, beim Fernsehen, beim Lesen, beim Haare waschen, beim Einkaufen und was man sonst noch so tut, wenn man nicht mit den Fingern an der Tastatur klebt.

Kurz gesagt Figurenblätter sind für mich unabdingbar.

LG Sam
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Figurenblatt 13 Mär 2014 16:50 #148

  • Jay
  • Jays Avatar
  • OFFLINE
  • FrischlingIn
  • Beiträge: 30
Alles über seine "Figuren" zu wissen ist wichtig, auch dann wenn sie nach dem ersten Satz ihrer Wege gehen und machen, was sie wollen. In allen Genres ist das wichtig, auch wenn es vielleicht beim Schreiben nie mehr gebraucht wird, dh. man es nicht in den Roman, das Hörspiel hineinschreibt.
Auch SchauspielerInnnen fragen, was ist das für eine Frau, für ein Typ, isst er Äpfel oder Birnen usw. Nur wenn ich weiß, wo eine Figur startet, kann sie sich auch entwickeln.

Die Übersicht zu behalten, auch wenn alles sich anders entwickelt, als gedacht, hilft auch die Bühne wieder aufzuräumen. Auch das ist in allen Genres lebenswichtig. Niemanden zu verlieren. Bzw. alle wieder gehen zu lassen.
Und dann: Eigentlich kenne ich niemanden unter den Autoren/Autorinnen, der die nicht mit ihren Charakteren lebt, mit den Stoffen, auch wenn sie Frauentausch schaut oder Rasen mäht.
Jay
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Figurenblatt 13 Mär 2014 19:58 #152

  • Martin
  • Martins Avatar
  • OFFLINE
  • Steuermann
  • Beiträge: 1455
  • Dank erhalten: 17
Es freut mich riesig, Jay, dass du hier hereingefunden hast! Und das trotz deines so vollen Arbeitsplans.

Ist gut, von dir als Profi zu hören, dass die Richtung stimmt. In einem Buch von Elizabeth George las ich, dass sie von allen Figuren, auch den Nebenfiguren, ein Psychogramm macht, das mit einer Psychoanalyse konkurrieren kann. Ich bin mir nicht sicher, ob das notwendig ist. Begegnen einem nicht auch im echten Leben manche Menschen so marginal, dass man sich bald nicht mehr an sie erinnert?

Das mit dem Aufräumen nehme ich gerne als internes Post-it mit, ja, da denke ich zu wenig dran.

Viele Grüße
Martin
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.