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Handwerkliche Praxis: von Perspektiven bis zu Rückblicken. Hier bitte KEINE Rechtschreibthemen, diese unter Nachschlag(en)
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THEMA: Perspektive - Umgang und Wechsel

Perspektive - Umgang und Wechsel 25 Apr 2014 15:03 #578

  • Martin
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Was für ein Wahnsinns-Thema!

Wir kennen Sie, die Ich-Perspektive, die personale, die auktoriale und die neutrale. Dazu kommen noch Kamerastandpunkte wie in, hinter, neben oder gegenüber dem Protagonisten. Manche sind der Ansicht, man dürfe in einem ganzen Buch die Perspektive nicht wechseln, anderen genügt das Kapitel, mir persönlich sogar der Absatz.

Ich möchte jetzt nichts vorgeben, sondern gerne eine Diskussion anstoßen, im Laufe derer wir uns damit beschäftigen, warum man wie mit Perspektiven und deren Wechsel umgehen soll, um den Leser nicht zu verwirren.

Glück auf und viel Spaß!
Martin
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Perspektive - Umgang und Wechsel 25 Apr 2014 16:01 #579

  • Jay
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Ein sehr wichtiges Thema.
Wer viel liest, weiß, was alles möglich, wie viel zu verschachteln ist, wie Perspektivwechsel und auch kursive Einfügungen aus der Ichperspektive ein fantastisches Puzzle ergeben können, aber - man muss das schon können und wissen, was man als Autor wie erzählen will.
Ich bin neugierig, wie die Diskussion geht. Einige Möglichkeiten habe ich selbst erst in den letzten Jahren entdeckt - und übe.

Herzlich
Jay
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Perspektive - Umgang und Wechsel 25 Apr 2014 16:56 #582

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Die Erzählperspektive - für mich bis heute eine Falle, in die ich immer wieder hineintappe.
Aus diesem Grund wähle ich vorwiegend die personale (multipersonale) Erzählperspektive. Da kann ich mich besser überprüfen. Früher habe ich häufiger auktorial geschrieben und mir nicht viele Gedanken gemacht. Und je mehr ich in Schreibratgebern über die Erzählperspektive gelesen habe, desto unsicherer wurde ich.
Manchmal frage ich mich, ob viele der Leser einen unbeabsichtigten Perspektivwechsel überhaupt bemerken?
Inwieweit man sich als Autor auch einen Mix der Erzählperspektiven erlauben kann, hängt sicherlich vom Bekanntheitsgrad der entsprechenden Autoren ab. Für mich privat werde ich es ausprobieren.

Vielleicht ist in einigen Jahren dieses Thema überhaupt nicht mehr aktuell und jeder schreibt, wie er möchte.

Liebe Grüße
Linda
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Perspektive - Umgang und Wechsel 25 Apr 2014 16:57 #583

  • Martin
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Hallo Jay,

freut mich, dass dich dieses Thema auch so zu faszinieren scheint wie mich und so das Thema aus zwei entfernten Polen gefüttert wird: dem des lebenslangen Profis und dem des Novizen!

Dann fang ich einfach mal mit irgendwas an.

Ich höre ja sehr gerne auch Hörbücher. Leider werden dort die Pausen, die man beim Schreiben durch Absatzarten und Kapitel realisieren kann, meistens ignoriert, sodass sogar ein neues Kapitel im selben Atemzug beginnt. Umso wichtiger finde ich, mehrer Perspektiven so zu bauen, dass man als Leser trotz dieser Unterlassungen - wer weiß, vielleicht wird das Eigene ja mal ein Hörbuch - nicht plötzlich mit einem Auge nach links unten und dem anderen nach rechts oben blicken durchs Leben läuft. Wenn das dann noch stecken bleibt, hätte man als Autor eine schlimme Verantwortung am Buckel ...

Bei dem Autorenprogramm Patchwork habe ich es so eingebaut, dass man Text nicht in Wurstform schreibt wie bei Word, Papyrus, Open Office & Co, sondern in Szenen zerlegt. Dabei gibt es fünf Arten von Szenen: Hauptkapitel (neue Seite), Unterkapitel (dicke Überschrift, aber keine neue Seite), großer Szenenwechsel (Absatz mit ***), mittlerer Szenenwechsel (Leerabsatz) und kleiner Szenenwechsel (nur neuer Absatz, also optisch nicht zu unterscheiden vom Normaltext. Pro Szene gibt es nochmals die Möglichkeit unterschiedlicher Kamerastandpunkte. Ich erwähne das nicht aus Werbegründen, sondern deshalb, weil ich mir überlegte, wie ich mich am besten an die Hand nehmen kann bezüglich der Perspektive. Denn ich muss gestehen, dass ich sehr gerne hin- und hersprang, sogar innerhalb eines Absatzes.

So denke ich, dass es als Ausgangsbasis wichtig ist, sich generell immer bewusst zu sein, in wessen Haut man gerade unterwegs ist.

Da würde mich interessieren: Wendet ihr da Tricks an um euch einzurollen? Oder lebt ihr ohnehin so in der Rolle, dass das gar nicht nötig ist? Andere Hilfsmittel?

Die Auktoriale Perspektive mag ich persönlich nicht so gerne, weil sie mir zu kühl und unbeteiligt ist. Auch finde ich dort die Gefahr groß, ins Erzählen abzurutschen und dann wird's öd.

Liebe Grüße
Martin
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Perspektive - Umgang und Wechsel 25 Apr 2014 17:13 #585

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Linda schrieb:
Manchmal frage ich mich, ob viele der Leser einen unbeabsichtigten Perspektivwechsel überhaupt bemerken?
Der Unterschied zwischen einem Normalleser und wem, der sich auskennt, liegt m.E. darin, dass der Normalleser das Buch beiseite legt, weil es ihm nicht gefällt und der Wissende zusätzlich, weil er weiß, warum.

Perspektivfehler merkt man - ob unbewusst oder konkret - daran, dass man verwirrt wird und einem Text nicht mehr folgen kann, sich am Kopf kratzt und sagt »Aber war das nicht gerade ...?« oder »war ich nicht eben ...?«
Als Schreibender kann man das verflixt schwer erkennen, weil man ja selbst das gesamte Bild der Geschichte vor sich hat, während der Leser nur das bekommt, was man ihm mit den Worten gibt. So ist das konkrete beobachten der Perspektive sozusagen ein Hilfsmittel für den Autor, ob er auf Verwirrungspfaden unterwegs ist oder nicht.
Inwieweit man sich als Autor auch einen Mix der Erzählperspektiven erlauben kann, hängt sicherlich vom Bekanntheitsgrad der entsprechenden Autoren ab.
Das glaube ich nicht! Je mehr ich lese und höre und je bewusster ich das in Bezug auf das Handwerk tue, umso klarer wird mir, warum manche Geschichten funktionieren. Wenn ich es zeitlich schaffe, dann werde ich im Buchwurm anschließend ein Buch vorstellen, das ich neulich hörte und das für mich ein sehr faszinierendes Beispiel für das Springen zwischen unterschiedlichen Perspektiven ist (Finn-Ole Heinrichs - Räuberhände). Ein Autor übrigens im zarten Alter ;-) von 32 Lenzen.
Vielleicht ist in einigen Jahren dieses Thema überhaupt nicht mehr aktuell und jeder schreibt, wie er möchte.
Auch das glaube ich nicht. Denn ich finde, dass mit krassem Perspektivhüpfen irgendwann ein Text einfach nicht mehr funktioniert. Außer ... man arbeitet mit Tricks ...

Viele Grüße
Martin
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Perspektive - Umgang und Wechsel 27 Apr 2014 12:49 #594

  • Jay
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Zuerst zu Martins Antworten vom 25. April, in allem stimme ich ihm zu:
in fast allem - wenn einer eine wissen muss, wie erzählt wird, mit welchen Mitteln und aus welchen Perspektiven, dann der Autor, die Autorin: und ganz so viele Möglichkeiten gibt es ja nun auch nicht:
der allwissende Erzähler/in, oder das Ich, oder ein bis zwei Figuren. Oder was gerade sehr modern wieder ist, vor allem bei Kriminalromanen: eine unbekannte Person in kursiv gesetzt zwischen dem normalen Erzählstrang oder das kursive Ich in den Erzählstrang eingebaut z.B. nach dem Schlichtverfahren: Einen schönen guten Morgen, Herr Doktor Hintermaier Siucher will das Arschlosch wieder draußen auf der Terrasse frühstücken und dafür muss ich jetzt extre eindecken -

Was wirklich selten sinnvoll und als Kunst gekonnt ist, alles aufzulösen, aber es ist durchaus möglich - gab es letzte Woche wzunderbar als Film demonstriert: Die Rotkäppchenverschwörung, jeder erzählt seine Version der einen Geschichte. Meist bleibt es aber doch bei der eine Perspektive des Autors/der Autorin

Herzlich
Jay
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Perspektive - Umgang und Wechsel 27 Apr 2014 15:23 #599

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Jay schrieb:
Oder was gerade sehr modern wieder ist, vor allem bei Kriminalromanen: eine unbekannte Person in kursiv gesetzt zwischen dem normalen Erzählstrang oder das kursive Ich in den Erzählstrang eingebaut z.B. nach dem Schlichtverfahren:

Das mit dem Kursivsetzen ist eine Sache, mit der ich nicht wirklich im Reinen bin.

Aber ein nach dem andern:
1. Der Unbekannte, der auf der anderen Straßenseite dem Opfer folgt - sowas meinst du wohl, denke ich? Wahrscheinlich sollte ich mehr lesen statt Hörbücher zu hören und Krimis noch dazu. Läuft das dann in etwa so: »Martha zitterte nicht nur des Regens und der Kälte wegen. Mit fahrigen Bewegungen sah sie sich alle paar Meter um. Sie dachte ständig, dass sie doch nur schon gerne zu Hause wäre, die schwere Eingangstür sicher hinter sich geschlossen. Der Schatten auf der anderen Straßenseite huscht von Einfahrt zu Einfahrt ...« - Sowas ...? Also praktisch den Auktorialen via kursiv hineingeschummelt? In diesem Fall finde ich die kursive Auszeichnung nicht dumm, denn so sieht man sofort, dass was anders ist - wenn ich das überhaupt richtig verstanden habe.

2. Verstehe ich das richtig, dass in deinem Beispiel der Ich kursiv eingeschleust wird? In was? Auktoriales Gerüst? Weil wenn eh der Ich erzählt, dann müssten ja die Gedanken nicht kursiv sein oder?

3. Kursiv auszeichnen ... laut Belles Lettres sollte ›das‹ und kursiv nur für Hervorhebungen verwendet werden und auch nur dann, wenn's sein muss. Jetzt sind die Belles Lettrtes natürlich nicht der Deutsch-Pabst, aber ich finde, dass sie sich doch gute Gedanken machen. Wenn man nun im oben genannten Sinn kursiv verwendet - wird's dann nicht leicht unübersichtlich? Wobei, na ja, kursiv im Sinne von Auszeichnung braucht man ja wirklich nur sehr selten, finde ich. Aber das wäre was für einen eigenen Thread, vielleicht bald mal danach.


Jay schrieb:
Was wirklich selten sinnvoll und als Kunst gekonnt ist, alles aufzulösen, aber es ist durchaus möglich - gab es letzte Woche wzunderbar als Film demonstriert: Die Rotkäppchenverschwörung, jeder erzählt seine Version der einen Geschichte. Meist bleibt es aber doch bei der eine Perspektive des Autors/der Autorin
Meinst du damit das Auflösen aller angezettelten Stränge mit je einer eigenen personalen Perspektive ...?

Herzliche Grüße
Martin
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Perspektive - Umgang und Wechsel 27 Apr 2014 15:59 #600

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Martin merkte zu meinem Text in der Werkstatt an:
›Ein Gast, der neben ihm am Tresen stand und ihm über die Schulter schaute, las die fettgedruckten Überschriften der Zeitung mit. (Dass er die Titelzeile mitliest ist übrigens ein kleiner Perspektivfehler, denn das kann Franz nicht wissen, nur dessen Reaktion sehen).

Natürlich kann Franz nicht WISSEN, was der andere gesehen hat. Aber er weiß doch einfach aus Erfahrung, dass eine andere Person, die in einer gewissen Distanz zu ihm steht, nur die Überschrift, keinesfalls aber den klein gedruckten Text lesen kann. Er schließt also automatisch daraus, dass er die Überschrift gelesen hat.

Ist das wirklich ein Perspetive-Fehler??

Ernst
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Perspektive - Umgang und Wechsel 27 Apr 2014 16:18 #601

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ernstbay schrieb:
›Ein Gast, der neben ihm am Tresen stand und ihm über die Schulter schaute, las die fettgedruckten Überschriften der Zeitung mit.‹ ...

Ist das wirklich ein Perspetive-Fehler??

Ich sehe es deshalb als solchen, weil du schreibst ›Ein Gast ... las die fettgedruckten Überschriften der Zeitung mit‹. Damit bist du im Kopf des Gastes mit dem Blick auf die fettgedruckten Schlagzeilen. Denn, wie du ja auch sagst, kannst du es definitiv nicht wissen, auch wenn es sehr wahrscheinlich so ist. Er kann aber genauso auch ein Bild von einem Panzer angesehen haben.
Deshalb würde ich in diesem Fall schreiben, dass ein Gast die fettgedruckten Überschriften mitzulesen schien. Damit bist du sofort auf der sicheren Seite.

Auch finde ich, dass es rein zur Übung praktisch ist, hier pingelig zu sich selbst zu sein. Davon (also Perspektivfehler) kann ich aus eigener Erfahrung ein Lied singen, denn mir wurde diesbezüglich Grausamstes attestiert. Ob es immer noch so ist, das wird sich dann beim nächsten Lektorat herausstellen ;-)

Liebe Grüße
Martin
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Perspektive - Umgang und Wechsel 27 Apr 2014 16:24 #603

  • ernstbay
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Du hast recht - 'schien' wäre ein eleganter Ausweg.

Ernst
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Perspektive - Umgang und Wechsel 28 Apr 2014 10:56 #606

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In Rotkäppchens Verschwörung hat je jeder seine ihre Geschichte erzählt, vermittelt als Gerüst durch Herrn Detektiv Frosch, war sehr gut gemacht.

Nee, gar nix hineinschummeln - oft gibt es da eine Extraseite oder eben ein Extrakapitel; im Hörspiel/Feature kann man sowas machen durch den anders gesetzten Raumton. Oder durch den kursiven Einschub im Text, so dass ein Außen und Innen da ist. Also wie mein Beispiel, jemand grüßt herzlich freundlich und denkt: die blöde Schachtel.

Also herzlich .... Jay
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Perspektive - Umgang und Wechsel 30 Apr 2014 10:58 #617

  • Samanter
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Hallo Ernst!

Da ich ja deine Geschichte kenne, wollte ich hier nur kurz eine Antwort auf deine Frage geben.

Du schreibst in der auktorialen Erzählweise. Da stellt sich die Frage ob Franz wissen kann, dass der Gast die Schlagzeile liest gar nicht. Das wäre nur bei der Ich-Perspektive wichtig. In diesem Fall betrachtest du die Szene von oben, außerhalb der Personen. Die Ich-Perspektive würde dann so aussehen:

"Ein Gast, der neben mir am Tresen stand und mir über die Schulter schaute, las die fettgedruckten Überschriften der Zeitung mit."

Das geht dann wirklich nicht.

Oder liege ich falsch? Kenne mich mit Perspektiven auch nicht so genau aus.

LG Sam
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Perspektive - Umgang und Wechsel 30 Apr 2014 11:01 #618

  • Samanter
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Entschuldigung - habe da einen Ausdrucksfehler in meinem Text. Es muss nicht heißen:

"Das wäre nur bei der Ich-Perspektive wichtig. In diesem Fall betrachtest du die Szene von oben, außerhalb der Personen. Die Ich-Perspektive würde dann so aussehen:"

sondern

"Das wäre nur bei der Ich-Perspektive wichtig. Bei deiner Geschichte betrachtest du die Szene von oben, außerhalb der Personen. Die Ich-Perspektive würde dagegen so aussehen:"

Sorry! Sam
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Perspektive - Umgang und Wechsel 30 Apr 2014 11:04 #619

  • ernstbay
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stimmt, Sam.

Ich habe bereits das von Martin vorgeschlagene 'schien' im Manuskript übernommen. Damit bin ich auf jeden Fall aus dem Schneider!

Ernst
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Perspektive - Umgang und Wechsel 30 Apr 2014 19:01 #627

  • Jay
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Hab gerade Regiepause:
nee bitte nix scheinen lassen -
wenn der Autor/in erzählt, kann er sie es alles erzählen, auch dass Mäuse herumlaufen, also der Autor kann genau das sagen. Das ist doch alles möglich.
Egal ob jetzt ich oder Frau X oder Herr Mayer in der Bar steht und die Zeitung aufschlägt, kann ein Gast neben ihm hineinschauen und lesen: Mord am Neusiedlersee, was sich dann daraus ergibt, ob der Lesende sich ärgert, weil mitgelesen wird oder ob der Mitlesende sagt, die kenn ich doch oder ob ... keine Ahnung - aber alles offen

Liebe Grüße an alle
Jay
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