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THEMA: Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung"

Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 04 Aug 2015 23:08 #2964

  • Martin
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»Er quält sich durch miese Texte und wundert sich über die Großspurigkeit mancher Hobby-Literaten: Ein Lektor berichtet von seinem Alltag in einem Großverlag - und wie er die Bestsellerautoren von morgen findet.«

Aus der Sicht eines Lektors bei einem Großverlag. Ein Artikel aus Spiegel Online

Das soll nicht demotivierend sein. Aber leider stimmt es.
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 24 Jun 2016 23:07 #4565

  • Angela
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Ich habe diesen Artikel nicht gelesen ... will mich ja nicht demotivieren ;-)
Wie oft wurde Joanne K. Rowling mit Harry Potter abgelehnt? Mindestens ein Dutzend britische Verlage lehnten das Manuskript ab.
Ihre Detektivromane wurden auch abgelehnt, bis sie ihren Namen verrat ... dann waren die plötzlich auf Platz 1 der Bestsellerlisten.

Der Schriftsteller Andreas Eschbach sammelt Weltbestseller, die nur erschienen sind, weil ihre Schöpfer sich nicht haben entmutigen lassen. Damit will Eschbach angehenden Autorinnen und Autoren zeigen, dass Absagen der Normalfall sind. Ein schwedischer Verlag lehnte Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" ab, Umberto Eco hatte mit "Der Name der Rose" erst beim 28. Anlauf Erfolg und für "Im Westen nichts Neues", das erfolgreichste Buch der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, kassierte Erich Maria Remarque gar 120 Absagen.

Also .... aufgeben gilt nicht ;-)
LG Angela
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 24 Jun 2016 23:17 #4568

  • Martin
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Ja schon, Angela, alles klar. Nur muss die Geschichte wenigstens lesbar sein.

Wenn du wüsstest, was ich teilweise an Manuskripten hier bekommen habe ... dann würdest du jeden Lektor verstehen, der sich von der Brücke stürzt. Da war einfach gar nichts dran gut, verstehst du? Die du erwähnst, die hatten was drauf und nur Pech, einige Male an einen grantigen Lektor geraten zu sein oder was auch immer. Und das ist ein riesengroßer Unterschied!

Liebe Grüße
Martin
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 25 Jun 2016 06:48 #4571

  • Sheila
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Ja, ich kenne das auch.

Angela, lese doch nur mal in diesen Foren mit, wo sich die Autoren selbst gegenseitig beweihräuchern und sich gegenseitig Zucker in den Allerwertesten blasen (wo oft Peperoni angesagter wäre).

Die miesesten Texte werden dort dermaßen gelobt, dass sich jeder, der sich nicht selbst kritisch mit seinen Texten beschäftigt/beschäftigen will, wie der nächste Literatur-Nobelpreis-Träger fühlen darf.

Auf Amazon beobachte ich die Autorin *Simone Kaplan* und ihre Machwerke (inzw. auch im übrigen Netz weit verbreitet). Sie bekam am Anfang viel konstruktive Kritik, die ich mir an ihrer Stelle zu Herzen genommen und an mir/meiner Schreibe gearbeitet hätte. Stattdessen sieht sie sich als schriftstellerisches Genie und die Kritiker sind Leser, die zu blöd sind, um ihr Genie zu erkennen oder missgünstige Autoren (sie bezeichnet sie als *Haie), die ein Genie aus Konkurrenzneid/-angst nicht hochkommen lassen wollen. Ihre heftigsten Kritiker erscheinen irgendwann als Bösewichter im nächsten Roman (und sie selbst wahrscheinlich als Heldin darin, die zuletzt über alle triumphiert :rofl: )

Nur diese Aussage des Lektors im Artikel stört mich

Bei den meisten ist schnell klar, dass kein großer Schriftsteller dahintersteckt, sondern ein Mensch, der nicht genügend Talent besitzt.

Ein Schreiberling mit Leidenschaft und dem Willen, an seiner Schreibe zu arbeiten und dem langen Atem und wenig/keinem Talent wird immer noch besser sein und letztendlich mehr Erfolg haben als jemand, der zwar Talent im Übermaß besitzt, aber sich für so gut hält, dass er nicht an sich/seiner Schreibe arbeiten muss oder dem der lange Atem fehlt.

Lektoren haben nicht die Zeit, bei einer genialen Geschichte bei der das Grundkönnen vom Handwerk fehlt, bei diesem Autor von 0 anzufangen. Ein gewisses Können muss vorhanden sein. Kein Kunstschreiner würde sich zutrauen, einem Neuling, der ein Kirschen-Eisen nicht von einem Hohlbeitel unterscheiden und die verschiedenen Holzarten und deren Verwendungsmöglichkeiten (außer, um damit den Werkstattofen anzuheizen) nicht kennt, innerhalb eines Jahres zur Meisterschaft in seinem Handwerk zu führen. Bei einem Gesellen sieht die Sache daher schon wieder anders aus.

Es ist das Kreuz beim Schreiben, dass viele glauben, nur weil sie in der Schule gelernt haben, Buchstaben und Wörter einigermaßen fehlerfrei und sinnvoll aneinander zu reihen (und oft nicht einmal das können), sich als Bestsellerautor sehen.

Niemand käme auf die Idee, nur weil er mit zwei Finger *Alle meine Entchen* auf dem Klavier klimpern kann, in der Carnegie Hall oder der St. Petersburger Philharmonie sich einem Publikum als Meister-Pianist zu präsentieren.

Aber sehr viele Schreiberlinge sehen sich so und werden von ihrer Umgebung noch darin bestärkt bzw. lassen sich leider auch von ihrer Umgebung damit unter Druck setzen, die meint, um ein guter oder gar genialer Schriftsteller zu sein genügt es einfach, eine Einkaufszettel schreiben zu können und Fantasie zu haben.
Liebe Grüße

Sheila
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 25 Jun 2016 10:32 #4573

  • Martin
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Hallo Sheila,

deinen Zeilen kann ich nur zustimmen.

Ich glaube, das Dillemma liegt zu einem guten Teil daran, wie die Generation nach mir - und teilweise sogarr schon meine - aufgewachsen ist. Eltern wollten ihren Kindern alles erleichtern - sie selbst hatten es ja oft schwer, Krieg und so. Dadurch wurde immer mehr ein ungerechtfertigtes Selbstbewusstsein anerzogen, das sich dann so äußert, wie du beschreibst.

Bei mir selbst weiß ich gar nicht, ob ich Talent habe. Was ich aber defintiv weiß, dass ich mit dem Lernen noch lange, lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht habe. Und dann geht es erst mit dem Fliegen los ...

Dein Beispiel Simone Kaplan hab ich dann doch eben bei Amazon nachgesehen. Was soll ich sagen ... Allein in den ersten sechs bis sieben Zeilen des roten Buches mit dem grausigen Cover so viele Fehler, dass einem die Haare zu Berge stehen. Dann habe ich ein paar Rezis gelesen und konnte es nicht fassen: zu einem Buch 18x1, 2x2, 2x3, 1x2 und 1x1 Stern. Unglaublich. Und die Rezis sind in ihren Augen Hassrezis.
Schön, das ist ein krasses Beispiel. Aber es das Extrem und von mittelprächtig bis dorthin gibt es immer noch eine breitgefächerte Grauzone.

Ich möchte damit bitte niemanden demotivieren! Nur ›realisieren‹ und bitten, nicht in die fürchterliche Falle der Selbstüberschätzung zu tappen! Es ist ein wunderschöner Prozess, gemeinsam sein eigenes Handwerk zu verbessern.
Am Anfang braucht es hier ein bisschen mehr Lederhaut und dort ein bisschen mehr Achtsamkeit im Ausdruck, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass genau am Anfang Kritik schmerzen kann. Aber wir sind alle lernfähig und haben hier ein freundliches Umfeld. Sozusagen ein gutes Biotop, um unser Schreibpflänzchen großziehen zu können.

Viele Grüße
Martin
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 25 Jun 2016 21:57 #4584

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Hallo Martin,

klar versteh ich dich (aber nur, solange du dich nicht von der Brücke stürzt!).
Das Problem ist, woher weiss man, ob man gut ist, wenn man für sich allein schreibt. Irgendwann fasst man dann den Mut und denkt über eine Veröffentlichung nach ....

grüße dich lieb
Angela
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 25 Jun 2016 22:16 #4585

  • Angela
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Liebe Sheila,

solche Foren habe ich bis jetzt noch nicht aufgesucht. Wenn ich deine Einschätzung lese, war es auch gut so! Peperoni... aua .... :-))

Ich muss gestehen, dass ich eher selten online bin, kenne die Autorin *Simone Kaplan* nicht. Da habe ich wohl nichts versäumt ;-) Es gibt immer wieder Leute, deren "Genie" ihrer Meinung nach schlechtgeredet wird.

Deine Vergleiche sind genial :-)

Wie gesagt, ich hatte den Beitrag nicht gelesen ... auch Lektoren sind nur Menschen, die man auf dem falschen Fuß erwischen kann.
Was ich auch unbedingt noch loswerden muss ... wer entscheidet, was ein Bestseller ist? Ich lese gern, Habe mir Bücher geholt, die in diesen Listen ganz oben stehen. Ich muss gestehen, ich habe nicht alle bis zum Schluss gelesen. Wenn ich es nach 20 Seiten noch langweilig finde, schnaufe ich nur ... aber wenn sich das nach 50 Seiten nicht ändert, dann gebe ich auf. Du kennst es, unsere Freizeit ist bemessen, deswegen wollen wir sie auch geniessen.

Liebe Grüße
Angela :lol:
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 25 Jun 2016 22:58 #4587

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Angela schrieb:
Das Problem ist, woher weiss man, ob man gut ist, wenn man für sich allein schreibt.
Wenn man nicht Simone Kaplan heißt, gar nicht.

Ich glaube gut ist dann, wenn du von deinen Geschichten berührt wirst, wenn du sie liest. Dann hast du etwas getroffen. Andere Leute werden eine Geschichte dann gut finden, wenn sie von ihr berührt werden. Nur - nicht jede Geschichte berührt jeden.

Trotzdem ist es nicht so schwarz-weiß: im Stillen - veröffentlichen. Man sollte die große Grauzone dazwischen nutzen: was andere dazu sagen. Und als Autor zusätzlich: was andere, die sich im Handwerk auskennen, dazu sagen.

Und erst dann, nach einer ganzen Weile, den zweiten Roman veröffentlichen; nur wenn man genial gut ist, den ersten. Denn üblicherweise braucht man so lange, bis man über seine eigene autobiografische Notwendigkeit hinweg ist und auch das Handwerk intus hat. Letzteres ist - wie gesagt, außer man ist ein Genie - unerlässlich, um Herzen zu erreichen. Auch der Geigenlehrling wird die ersten Monate oder Jahre Leute eher verschrecken als erfreuen. Warum sollte es beim Schreiben anders sein?

Angela schrieb:
Wer entscheidet, was ein Bestseller ist?
Zu einem guten Teil das Geld (PR-Mschine) und zu einem kleinen das Anstechen eines Bedürfnis-Vakuums.

Angela schrieb:
... Wenn ich es nach 20 Seiten noch langweilig finde, schnaufe ich nur
Das dauert bei mir keine 20 Seiten sondern maximal 20 Absätze. Gerade der Anfang ist wichtig!


Liebe Grüße
Martin
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 26 Jun 2016 11:21 #4588

  • CoraSuess
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Ich habe Harry Porter nie gelesen, weiß also nicht, ob der Schreibstil den J.K. Rowlings als Robert Galbraith an den Tag legt, identisch ist. Meiner Einschätzung nach passt er auch besser zu einem Fantasyroman als zu einem Krimi.
Natürlich lässt sich über Geschmack streiten. Ich für meinen Fall war sehr enttäuscht, begann ich doch den "Ruf des Kuckucks" mit großer Vorfreude zu lesen und MUSSTE AUFHÖREN. Es ging nicht. Diese Schachtelsätze, diese Langatmigkeit, die sich durch das Buch wälzt. :woohoo: - Wie gesagt, Geschmackssache. Andere finden kurze Sätze grausam.
The Times schrieb: "Ein brillantes Krimidebüt." Ob sie es wirklich gelesen haben?
Vielleicht schicke ich The Times mein Buch und es ließt auch keiner.:rotfl: :rotfl: :rotfl: :rotfl:
liebe Grüße

Cora
Letzte Änderung: 26 Jun 2016 11:22 von CoraSuess.
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 26 Jun 2016 11:59 #4590

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Hey Cora,

wir schreiben für Leser und nicht für Kritiker. Letztere waren schon immer abgehoben hatten mit dem Geschmack eines ›normalen Menschen‹ nicht so doll viel gemein.

Genau: es kommt auch meiner Meinung nach darauf an, dass es dem Autor gelingt, die Bilder in seinem Inneren so transportieren, dass sie beim Leser wieder Bilder werden.

Liebe Grüße
Martin
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 26 Jun 2016 14:19 #4592

  • CoraSuess
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wir schreiben für Leser und nicht für Kritiker. Letztere waren schon immer abgehoben hatten mit dem Geschmack eines ›normalen Menschen‹ nicht so doll viel gemein.

Angelas Frage war: wer bestimmt, was ein Bestseller wird.

Nun aber meine Frage an dich Martin, wie kann ein schlechtes Buch ein Bestseller werden, wenn ich deinen Satz oben mit einbeziehe? Entweder hat der Leser nicht die Erfahrung oder Wissen oder der Kritiker? dennoch bestimmen sie was erfolgreich wird.
Verstehe gerade was nicht :kopfkratz:
liebe Grüße

Cora
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 26 Jun 2016 14:43 #4593

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Das mit dem Bestseller ist wieder eine andere Sache :-)

Warum ein Buch einer wird, das weiß niemand. Sonst könnten Verlage das ja steuern, aber sie können es nicht, trotz manchmal gigantischer finanzieller Klimmzüge.

Wie schon gesagt: es ist ein Bedürfnis-Vakkum der Leser, dass der Autor ansticht. Seien es Fantasiegeschichten oder Greys Schatten. Unser aller Unterbewusstsein steuert den Hype ...

Viele Grüße
Martin
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 26 Jun 2016 14:56 #4594

  • Sheila
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Martin schrieb:
Angela schrieb:
... Wenn ich es nach 20 Seiten noch langweilig finde, schnaufe ich nur
Das dauert bei mir keine 20 Seiten sondern maximal 20 Absätze. Gerade der Anfang ist wichtig!

Ich bewundere euch - ehrlich! Bei mir sind es max. 2 Seiten.

Liebe Grüße
Sheila
Liebe Grüße

Sheila
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 15 Okt 2016 20:07 #4917

  • RalleusKoelle10
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Bei dem was ich hier gelesen habe, hört ich ab heute mit dem schreiben auf.Ist natürlich Blödsinn. Ich erinnere mich an meine erste KG. Die Meinungen gingen da schon weit auseinander. Die einen haben mich mit Cody McFayden verglichen, andere wiederum haben mich gefragt, wie kannst du sowas schreiben. Dabei muss ich sagen, dass die "normalen" Leser es für gut befanden, nachdem ich ihre Kritikpunkte überarbeitet habe, der freien Lektor hingegen meinte, da muss Tempo raus, überlege jenes und welches. Also was tun. Ich habe einer Verlagslektorin das Manuskript zugeschickt. Die Antwort lautete: Sorry, aber zu heftig. Das lektoriere ich nicht.Nachdem ich meine Geschichte nochmals selber unter die Lupe genommen habe, musste ich feststellen: Die Lektorin und auch der freie Lektoren hatten vollkommen recht. Was ich eigentlich sagen will ist, dass konstruktive Kritik sehr wichtig ist, und einem nur weiterhilft. Und selbstüberschätzung ist sowieso ein Riesen Fehler
Gruß Ralle
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Von Beruf Lektor - "Die meisten haben keine Chance auf Veröffentlichung" 16 Okt 2016 12:04 #4926

  • CoraSuess
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Was mich ärgert ist allein die Tatsache, das Namen Türen öffnen - egal wie schlecht sie sind.


Rowling oder Cody McFadyen , sie haben mit ihren derzeitigen Büchern grottenschlechte Bewertungen, bleiben aber auf den Bestsellertischen der Buchhandlungen.

Ich kann mich glücklich schätzen, dass mein Buch hinten auf dem Regionaltisch im Würzburger Hugendubel liegt.

Wisst Ihr was mir eine ältere Kollegin auf der Arbeit sagte, als ich ihr von der leicht belächelnde Reaktion mancher Buchhändler erzählte: Man müsste antworten: Haben Sie schon mal ein Buch geschrieben? Nein? Nein, Sie sind nur ein kleiner Verkäufer!

Und nun bin ich wieder stolz auf das, was ich und viele andere Autoren erreicht habe!!!!!
liebe Grüße

Cora
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